Wattenscheid

Oh Gott, ein Spielbericht über das Spiel in Wattenscheid gegen die dort ansässige SG Wattenscheid 09. Wie lange ist das jetzt her? 5 Jahre ;-)? Naja, ich werde mal mein Glück versuchen und in den tiefen meines Brains wühlen und etwas zusammenschustern:
Nach Wattenscheid ging es mit dem Dummkutto-Mobil, von Mr. Boerne organisiert mit neun Leuten nach Wattenscheid, darunter 3 "fremde" Dynamos. Außer Kat.C waren damit alle Fangruppen vertreten *g*, trotzdem war die Anwesenheit von sechs Dummkutten (uga, Ramba, Dede, Boerne, Rudi und meine Wenigkeit) in Wattenscheid schon rekordverdächtig, gerade für so eine Strecke! Die Namen der anderen Leutz verschweige ich hier mal aus Pietätsgründen ;-).
Eine lustige Fahrt konnte also beginnen, bei der allerhand Gerstensaft und Wurzelpeter vernichtet wurde und man in sehr ergiebigen und zeitvertreibenden Gesprächen die 600 Kilometer sehr locker verbrachte. In Wattenscheid recht früh angekommen und schnell einen Parkplatz nahe dem Lohrheidestadion gefunden, ging man dann auf Nahrungssuche, sprich einen Dönerladen. Man sollte ja meinen gerade in westdeutschen Städten dürfte dies überhaupt kein Problem sein, aber als sooooooo einfach erwies sich das dann auch wieder nicht. Bis man einen entsprechenden Laden gefunden hatte, verging schon einige Zeit. Auf dem Weg in die Wattenscheider "Innenstadt", die aus ca. drei Straßenzügen besteht (oh Ruhrgebiet, wie bist du schie) wurde man dann noch von einem grün-weißen Sixpack verfolgt. Warum weiß keiner, und die Beamten ließen es dann auch bald bleiben. Der Döner war echt lecker, aber auf dem Rückweg von der "Innenstadt" zum Stadion zeigte der im Kleinbus vorgenommene Alkoholkonsum dann doch seine Wirkung und es kam zu ein paar turnerischen Einlagen, wie "einfach mitten auf dem `Markt` hinlegen" oder "Beklettern moderner Kunstdenkmäler". Was das wieder sollte :o?!
Jedenfalls betrat man dann irgendwann den "Ground", wie ein Stadion in gewissen Fankreisen heutzutage wohl genannt wird, und das Spiel konnte beginnen. Leider muß man sagen, daß aufgrund der recht schlechten Sichtverhältnisse im Stadion (gibt kaum einen Gästeblock, den ich bisher kennengelernt habe, aus dem man ein Spiel schlechter verfolgen kann als in "Watte") und der immernoch nicht ganz abgeklungenen Alkoholwirkung (in der ersten Halbzeit jedenfalls *g*) habe ich vom Spiel nicht viel mitbekommen. Auch das Tor ging irgendwie an mir vorüber. Aber zu meiner Verteidigung sei gesagt, daß das wohl nicht nur mir so ging! Man beobachtete jedenfalls, soweit möglich, eine souveräne Leistung der Dynamos auf dem Platz, auch wenn es ganz sicher kein überragender Kick mit vielen schönen Spielzügen o.ä. war. Aber es war, auch aufgrund des sehr schwachen Gegners, ein kaum gefährdeter Sieg. Die Wattenscheider Mannschaft machte zu dem Zeitpunkt offensichtlich eine sehr schwere Phase durch, die sie an das Tor zur vierten Liga anklopfen ließ (das sieht ja heute, am 26.4.2004 schon wieder etwas besser aus). Dies wirkte sich auch auf die Heimfans aus, die zum einen in ziemlich geringer Anzahl anwesend waren (von den offziell 1402 Zuschauern kamen allein 500, um Dynamo anzufeuern) und zum anderen im Prinzip keine Stimmung machten. Es hing zwar eine "Ultras Wattenscheid"-Zaunfahne im Heimbereich, eine Art Stimmungsblock gab es aber dennoch nicht. Die paar 09-Fans verliefen sich wirklich im Stadion. Eine zu Spielbeginn gestartete Luftballonaktion ging dann wohl auch total in die Hose, sah zumindest für mich schwer danach aus. Tristesse pur, aber wer will es den Fans dort verdenken, zumal es auch Gerüchte um eine "Kooperation" mit Schlacke 05 gab, die dem Club wohl endgültig die Seele rauben würde.
Im Gästeblock dagegen ob der souveränen Leistung recht ausgelassene Stimmung, und es wurden so viele lustige und gute, mal mehr mal weniger niveauvolle ;-) Lieder gesungen. War wirklich nicht schlecht!
Joar, mehr gibt`s da eigentlich nicht zu sagen- Sieg auf ganzer Linie für Dynamo! Lustig war dann nach dem Spiel noch der "Ultras-Wattenscheid"-Bolide in Form eines alten Opel Corsa, der mit allen möglichen Fanutensilien bestückt von seinem korpulenten Fahrer an den Dynamofans vorbei direkt in einen Stau gesteuert wurde und sich höchster Aufmerksamkeit sicher sein konnte. Doch die verschlossenen Türen verhinderten eine Plünderung :D.
So ging es dann auf die unspektakuläre Heimreise mit 3 Punkten im Gepäck (zum ersten Mal dieses Glücksgefühl in dieser Saison :o), die außer im sangriavernichtenden Uga keine negativen Begleiterscheinungen hatte.

zu den Fotos